Biographie

Der Cellist Philip Leonard Heide entdeckte das Cello im Alter von fünf Jahren. Aufgewachsen in Lindau am Bodensee, zählt er heute zu den vielseitigen jungen Musikern mit Wirkungsort in München. Nach dem Abitur führte ihn sein Weg zunächst zu Prof. David Grigorian, später zu Hartmut Tröndle nach Augsburg. Von 2019 bis 2023 studierte er am Leopold-Mozart-College der Universität Augsburg bei Hyun-Jung Berger, Julien Chappot und Prof. Edward King. Meisterkurse führten ihn zu zahlreichen Künstlern und Ensembles.

Während seiner Zeit in Augsburg wurde er als Stipendiat bei Live Music Now! e.V. gefördert und gewann einen 2., und zuletzt 1. Preis beim Wettbewerb „Cellopreis Julius Berger“. Außerdem engagierte er sich in der Studierendenvertretung.

Von 2023 bis 2025 studierte Philip als Stipendiat am Royal College of Music in London bei Richard Lester. Dort erweiterte er sein künstlerisches Spektrum insbesondere durch einen Fokus auf freie Improvisation, zeitgenössische Musik und Barockcello. Sein Studium schloss er mit „Distinction“ (Auszeichnung) ab.

Seine Leidenschaft gilt vor allem der Kammermusik. Mit Ensembles wie dem Concertino Ensemble oder CelloPassionato spielte er zahlreiche Konzerte u.a. auf internationalen Festivals wie dem Asiago Festival oder dem Hohenloher Kultursommer.

Neben dem klassischen Repertoire pflegt Philip Leonard Heide eine ausgeprägte Affinität für Neue Musik, Improvisation und Popularmusik. Mit dem Krokus Quartett spielt er regelmäßig bei den Candlelight Concerts in Ingolstadt mit Prorammen aus der Klassik und dem Rock/Pop Bereich. Auch war er unter anderem als Gitarrist, E-Bassist und Sänger in verschiedenen Bands aktiv. Darüber hinaus wirkte er als Produzent und Recording Engineer an mehreren CD-Produktionen mit, darunter Mahadevi Saranam: Journey to the Divine Mother(2020), Flat Spiral: Silence(2019) und Attempt Of Deception: Bitter Delusion(2016).

Auch als Lehrer engagierte er sich: Er unterrichtete an der Musikschule Lindau und arbeitet seitdem als freiberuflicher Cellolehrer, vor allem in München. Er gibt sein Wissen leidenschaftlich weiter und fördert Schüler und Schülerinnen jeden Alters – ein wichtiger Teil seines künstlerischen Selbstverständnisses.

Seit September 2025 arbeitet und lernt er als Orchesterakademist in der Magdeburgischen Philharmonie.

Philip Heide spielt ein Cello von Ersen Aycan, aus dem Jahr 2021.

 

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